Referenzen

II Haus Weitblick, Herrenberg - Der erste Streich

Dieses socialarchitecture Projekt hat eine innerstädtische Konversions- und Brachfläche kultiviert: ein privates Grundstück unmittelbar an der Bahntrasse Stuttgart-Singen.

Schallschutzbebauung und Baulückenschliessung waren hier die großen Themen. Der Steuerung der ungewöhnlichen Immissionsbelastung kommen Bauart bedingte Vorteile des Passivhauses zugute.

„Weitblick“ markiert, städtebaulich gewollt, das Ende der innerstädtischen Achse Stiftskirche-Bahnhof.

Es stellt ein zertifizierbares Passivhaus in der Bauform der „Atriumhäuser“ für neue gemeinschaftliche Wohnkonzepte vor, nahezu vollständig verglast. Die Transparenz unterstreicht seine Öffnung und Hinwendung zur Stadt, den Mitbürgern und den Reisenden. Vor allem in der kalten Jahreszeit fällt das hell erleuchtete Haus auf, weil im Passivhaus keine Rollläden vor Kälte schützen müssen. Es verbindet extrem hohe ökologische Standards mit beispielhaftem Wohnkomfort.

Dieses Mehrfamilienhaus liegt in der südlichen Kernstadt, 4 Minuten vom Bahnhof mit S-Bahnanschluss entfernt. Es erfüllt wichtige städtebauliche Funktionen und verbessert die kleinteilige Versorgungsstruktur. Seine soziale Vernetzung hilft die Daseinsvorsorge mit Dienstleistungsangeboten auf Quartiersebene abzusichern.

Weil die Bauherren in der socialarchitecture im Interesse geringer Kosten kein Mitbestimmungsrecht bei Gestaltungsfragen haben, bleibt dem Architekten die Mittlerfunktion zwischen öffentlichen und privaten Anliegen mit Auswirkungen auf die Gestaltungsqualität der Architektur, des Wohnumfeldes und des öffentlichen Raums mit hohem Nutzwert erhalten.

Erschließung und Grundrisse kennen keine Flure. Die Tageslichtsituation erreicht im Geschosswohnungsbau bislang kaum bekannte Werte. Die Bauherren können in einem begrenzten Grundrisskatalog wählen, der alle notwendigen Wohnungsgrößen und Zuschnitte enthält. Konstruktion und Installation lassen bedarfsabhängig differenzierte Wohnungsgrößen horizontal wie vertikal zu. Einfach schaltbare Zimmer erhalten die Flexibilität des erweiterten und differenzierten Wohnungsangebotes.

Dieses Projekt bedarf zur Durchsetzung seiner innovativen Wohnungs- und Gebäudetypologie eines auf das Vorhaben bezogenen Bebauungs-Plan, weil seine Gebäudezuschnitte in üblichen Bebauungs-Plänen nicht vorkommen. Die Verglasungen erhöhen die Grundflächenzahl (GRZ) sowie die Geschossflächenzahl (GFZ) über das übliche Maß.

II Kenndaten

Haus "Weitblick", Herrenberg

Grundstücksfläche

1112 qm

GRZ/GFZ

0,7/3,0

Wohnform

BG/WEG

Soziale Gemeinschaftsflächen/WE

ca. 10 qm

Anzahl der Wohneinheiten

28 WE

Eigentumswohnungen

24 WE

Mietwohnungen

4 WE

Mietkosten

8,50 €/qmWF warm

Kosten/qmWF, KG 100-700 inkl. TG

2.390,- €/qmWF

Kosten/qmWF, KG 200-700 inkl. TG

2.285,- €/qmWF

II Ökologische Daten

Haus "Weitblick", Herrenberg

Heizwärmebedarf (HWB)

< 15 kWh/qma

AV-Verhältnis/Drucktest

2,4/0,4

Wärmeversorgung

Solar unterstützter Pelletskessel

Stromversorgung

Vertraglich abgesicherter Bezug von zertifiziert regenerativem Strom, 2 Cent Förderbeitrag für den Ausbau der regenerativen Energieversorgung

Stromeinsparung

Leine statt Wäschetrockner, gemeinsame professionelle Haushaltsgeräte, LED- und Energiesparlampen, extrem gute Tageslichtausnutzung

Mobilität

3 Min. zur Bahn/S-Bahn, internes Car-Sharing: 5 WE = 4 PKW

II Weitblick

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II Wolfbusch

Umbau einer Doppelhaushälfte, Baujahr 1937, in ein Passivhaus 1992, erstes "Haus ohne Heizung", Umweltpreis der Landeshauptstadt Stuttgart 1994, Belegobjekt der Architekten für die folgenden Passivhausprojekte.

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II Burgholzhof

36 ETW in drei baugleichen Passivhäusern im Geschosswohnungsbau, Bauträgermaßnahme im öffentlich geförderten Wohnungsbau mit gedeckelter Kostenobergrenze, 3 unterschiedliche Wärmeversorgungssysteme mit entsprechenden Lüftungskonzepten: dezentrales Haustechnikkompaktaggregat adaptiert an die Verhältnisse der Geschosswohnung, zentrale Brennstoffzelle und Wohnungslüftung mit dezentraler Steuerung, zentrale solar gestützte Nahwärme und dezentral gesteuerte Wohnungslüftung, erste sichtbar integrierte Lüftungsleitungen in den Wohnungen in Edelstahl.

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II Rohrackerstraße

Zuschlag 2006 im Bewerbungsverfahren der Stadt Stuttgart für 6 Reihenhäuser, 4 Etagenwohnungen im öffentlich geförderten Wohnungsbau, Kostenobergrenze KG 200-700 1650,- €/qmWF incl. MwSt. und 2 Doppelhäuser. Viertes Projekt in Folge im Rahmen des öffentlich geförderten Wohnungsbaus der Landeshauptstadt als Passivhaus.

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